[Wirklichkeitsbezug #26… ]

Der grüne Pfeil zeigt auf CTA-102. Bild: Universität Heidelberg

// Fehlalarm beim Objekt CTA-102 (05.09.2016)
// https://www.deutschlandfunk.de/fehlalarm-beim-objekt-cta-102-e-t-im-pegasus-100.html

Harald Zaun (30. Juli 2012) „Dyson-Sphären und Superzivilisationen im Fadenkreuz“: “ … Auch wenn Freeman Dyson selbst [https://de.wikipedia.org/wiki/Freeman_J._Dyson] über seine fiktive Konstruktion nicht allzu viele Worte verlor und seinen Artikel im „Nature“ später fast schon entschuldigend als „Witz“ zu relativieren versuchte … , durchlebte seine Sphäre selbst eine Evolution. … So mag daher nur konsequent gewesen sein, dass einige Wissenschaftlerteam von 1975 bis zum Jahr 2000 den Himmel immerhin acht Mal nach Dysons Fantasiegebilden durchforstet haben. Zwar nur sporadisch und in zeitlicher Hinsicht bestenfalls flüchtig, dafür aber immerfort mit unerschütterlichem Optimismus. … erst in einigen Jahren, wenn bessere Infrarot-Weltraumteleskope auf Mission gehen, wie etwa das James-Webb-Teleskop 2018, könnte die SETA-Wahrheit ans Licht kommen, sofern es wirklich so etwas wie extraterrestrische Dyson-Sphären gibt, die vorerst nur ein Konstrukt menschlicher Fantasie sind, die gleichwohl Artefakte sein könnten, die die Zeiten überdauern. … “ | https://www.telepolis.de/features/Dyson-Sphaeren-und-Superzivilisationen-im-Fadenkreuz-3503452.html?seite=all
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Dirk Lorenzen (27.06.2020): “ … Der Physiker meinte, die Bewohner eines Planeten könnten sich mit ihrem Stern vollständig mit einer Kugelschale umgeben. So könnten sie praktisch die gesamte Energie des Sterns nutzen – denn es geht kein Licht verloren. Doch auf Dauer heizt sich die Dyson-Sphäre mehr und mehr auf. Sie müsste schließlich Wärmestrahlung nach außen abgeben. Die Astronomen, so meinte Freeman Dyson, müssten nur nach Sternen suchen, die im Infrarotlicht besonders hell sind, ansonsten aber unsichtbar. …“ | https://www.deutschlandfunk.de/dyson-sphaeren-hochtechnologie-bei-ausserirdischen-100.html
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Roberta Duarte (13.05.2024): “ … Eine Zivilisation vom Typ I wäre in der Lage, die gesamte auf ihrem Heimatplaneten verfügbare Energie zu nutzen: Wind, geothermische und seismische Energie. Eine Zivilisation des Typs II wäre in der Lage, 100 % der Energie des ursprünglichen Sterns, im Falle der Erde der Sonne, zu nutzen. Eine Zivilisation des Typs III wäre in der Lage, Energie aus der Galaxie und interstellaren Regionen zu nutzen. … Die Schaffung einer Dyson-Sphäre ist nicht einfach und wäre mit der heutigen Technik und Technologie unmöglich. … “ | https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/astronomen-suchen-nach-beweisen-fuer-von-ausserirdischen-zivilisationen-geschaffene-dyson-sphaeren.html
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Reinhard Kleindl (14. Mai 202): “ … Während das Webb-Teleskop die Atmosphären von Planeten analysieren kann und so in der Lage ist, etwaige Biosignaturen von einfachen Organismen zu messen, würde eine Dyson-Sphäre auf Leben hindeuten, das weit höher entwickelt ist als der Mensch. Gerade der hohe Entwicklungsgrad würde also das Auffinden begünstigen. …“ | https://www.derstandard.de/story/3000000219799/sieben-sterne-zeigen-anzeichen-fuer-ausserirdische-megastrukturen
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Inhixa: “ … The Truth ist out there. …“
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Der Esel: “ … „Faszinierend!“ …“
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Ritter Trenk: “ … Würden wir noch in der Zeit der ersten Industriellen Revolution leben dann gingen die Astronomen wohl davon aus, dass ferne hochentwickelte Zivilisationen daran zu erkennen sind, dass sie massiv Russ und Abgase produzieren – genauso wie eben aus den damals „modernen“ Fabriken und Dampfmaschinen – nur eben viel, viel größer! Ich persönlich glaub, dass es unsere Vorstellungskraft schlichtweg übersteigt, wie zukünftiger Technik (und Energiegewinnung) aussehen wird! …“
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“ … Hmm… Wenn eine Zivilisation intelligent genug ist, um Dyson-Sphären zu bauen, sollte man dann nicht annehmen dürfen, dass sie auch intelligent genug ist, um diese vor neugierigen Blicken anderer zu verstecken? – Abgesehen davon: Gibt es solche Zivilisationen wirklich, werden wir vermutlich von denen schon seit Jahrtausenden observiert… interessanter Gedanke. …“
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face_the_truth: “ … „Gerade der hohe Entwicklungsgrad würde also das Auffinden begünstigen“ – na ob man ausgerechnet die zivilisationen auffinden will, die technisch derart überlegen sind? ein hoher entwicklungsgrad heißt ja nicht unbedingt, dass man friedlich gesinnt ist. merkt man am mensch ja selbst immer wieder. …“
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Sarkasmus ist (k)eine Lösung: “ … Sie wollen damit aber nicht sagen, wir Menschen wären hoch entwickelt? …“
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Budgetbegleitgesetz: “ … „Unregelmäßige Verdunkelungen des Sterns KIC 8462852 nährten vor einigen Jahren Hoffnungen, es könnte sich um Hinweise auf eine Dyson-Sphäre handeln.“ – Be careful what you hope for. Zerst sind alle ganz aufgeregt aber dann regens sich auf, dass sich die Außerirdischen nicht integrieren und die österreichische Leitkultur annehmen wollen. …“
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Marcus Trullus: “ … wenn sie in ihrer Hyperintelligenz wirklich etwas über uns erfahren wollen, dann kommen sie getarnt in Lederhose und Trachtenjanker. Wetten? …“

[Das Reale, Symbolische und Imaginäre #91 ]

Becher –> via

“ … Das Lacan’sche Projekt der Drei Register [–> https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Lacan#Drei_Register_(plus_eins)] hebt zunächst an, die psychoanalytische Situation zu strukturieren. … Im Interesse begrifflicher Exaktheit sollte [ ] betont werden, dass ein einzelner Sachverhalt, ein bloßes Ding oder Ereignis nicht „das Reale“, „das Symbolische“ oder „das Imaginäre“ repräsentieren kann. Lacan entwirft die Drei Register [ ] als phänomenologisch inspirierte Weisen des Weltzugangs. … “ | Frank Wörler „Ein Versuch über die Drei Register“ | https://praefaktisch.de/postfaktisch/zwanzig-zwanzig-mit-lacan/

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“ … Lacan [spricht] in Genf über das Symptom. Nach dem Vortrag sagt jemand aus dem Publikum, einen Satz aus Lacans Vortrag zitierend: “ … Die Frau ist das, womit der Mann nie zurechtkommt.“ … “ … ich hatte letztlich den Eindruck, dass die Frau das Symptom des Mannes ist.“ … “ „Kann man umgekehrt sagen, dass der Mann das Symptom der Frau ist? …“ … Lacan [antwortet]: „Sicherlich gibt es einen Unterschied, der darauf beruht, dass die Frauen sehr gut begreifen, dass der Mann ein seltsamer Vogel ist. Man muss das auf der Ebene der Analytikerinnen beurteilen. Die Frauen sind die die besseren Analytiker, sie sind besser als der Mann.“ …“ | Aus: „Lacans Sentenzen: „Eine Frau ist ein Symptom des Mannes.“ (9. Juli 2015 von Rolf Nemitz) | https://lacan-entziffern.de/symptom/eine-frau-ist-ein-symptom-des-mannes/
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“ … [Jacques Lacan (1901-1981)] [unterhielt] eine innige Beziehung zu Kunstwerken [er hatte] sogar Gustave Courbets berühmtes Gemälde „Der Ursprung der Welt“ erworben [Das Bild zeigt eine Nahsicht der behaarten Vulva einer liegenden, nackten Frau mit gespreizten Schenkeln –> https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursprung_der_Welt]. In einem Text über das Werk von Marguerite Duras erklärte Lacan gar, dass „der Künstler dem Psychoanalytiker immer vorausgeht und er daher nicht den Psychologen spielen muss, wo der Künstler ihm den Weg bahnt“. …“ | Aus: „Lacan, die Ausstellung – Wenn Kunst auf Psychoanalyse trifft“ – Austellung 31. Dez. 2023 bis 27. Mai 2024 | https://www.centrepompidou-metz.fr/de/programme/exposition/lacan-die-ausstellung

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“ … [In seinem] Arbeitszimmer … hing von 1955 an Gustave Courbets … „L’Origine du Monde“. Von André Masson hatte er eine Decktafel malen lassen, die als abstrakte Landschaft den transgressiven weiblichen Schoß kaschierte. Für ausgewählte Gäste und Freunde, darunter Picasso, Dalí und Duchamp, schob der Zeremonienmeister Lacan das keusche Tafelbild zur Seite, um seinen „Ursprung der Welt“ freizulegen. …“ | Aus: „Große Lacan-Schau in Metz: Kunstbetrachtung auf der Couch“ Bettina Wohlfarth (15.02.2024) | https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/erste-grosse-lacan-schau-nach-dessen-tod-in-metz-19519326.html

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Marlen Hobrack (27. September 2017): “ … Seit Jahrhunderten ist weibliche Sexualität eine Quelle vor allem männlicher Irritation. So grundlegend war und ist die Verwirrung über das, „was Frauen wollen“, dass Männer der Erkundung weiblichen Begehrens ganze Bibliotheken widmeten. Berühmt-berüchtigt ist die freudsche Resignation am Ende einer langen Laufbahn: „Was will das Weib?“ Auch gründlichste Seelenforschung konnte die Frage nicht beantworten. … Auch Jahrzehnte später nähern wir uns dem weiblichen Begehren in all seinen psychischen und sexuellen Dimensionen mit [einer] spätviktorianischen Tollpatschigkeit. … “ | https://www.zeit.de/kultur/2017-09/weibliche-sexualitaet-sex-empowerment-feminismus-10nach8

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“ … Scottie in „Vertigo“ (1958) … Themen des Films sind Begehren und Künstlichkeit, Subjektivität, weibliche Objektivierung und der männliche Blick. Hitchcock wurde von Freud und dem Surrealismus beeinflusst und stützt sich auf Freuds Theorien der Skopophilie [Voyeurismus: https://de.wikipedia.org/wiki/Voyeurismus]. Stilistisch ist der Film fast ausschließlich aus Scotties Perspektive gedreht, wobei das Publikum sich an seinem Voyeurismus mitschuldig macht. …“ | Bild via „Vertigo – Project 4-4: Gendering the Gaze“ | https://michaelmillmore.wordpress.com/tag/vertigo/

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Marc Thill (07.05.2024): “ … Die Aktion der französisch-luxemburgischen Performancekünstlerin Deborah de Robertis am gestrigen Montagabend im Centre Pompidou-Metz nimmt … groteskere Züge an. Zwei Frauen haben dort die Worte „MeToo“ unter anderem auf das hinter Glas befindliche Gemälde „L‘Origine du Monde“ des französischen Künstlers Gustave Courbet aus dem 19. Jahrhundert gesprüht, das die Vulva einer Frau zeigt. Der Akt aus dem Jahr 1866 war eine Leihgabe des Pariser Musee d’Orsay an das Centre Pompidou-Metz im Rahmen einer Sonderausstellung über den französischen Psychoanalysten Jacques Lacan, der das Gemälde einst besaß. Deborah de Robertis (geb. 1984) bekannte sich mittlerweile zu der Tat. Sie habe die Sprühaktion organisiert, die von zwei Personen im Rahmen ihrer Performance mit dem Titel „On ne sépare pas la femme de l‘artiste“ durchgeführt worden sei, schreibt sie in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur AFP. In demselben Raum zeigt das Museum übrigens passend zu Courbets Gemälde auch ein Foto von Deborah de Robertis Performance „Miroir de l‘Origine du Monde“ aus dem Jahr 2014. Damals hatte sie im Musee d‘Orsay unter Courbets Gemälde posiert und dabei ihr geöffnetes Geschlecht gezeigt. … Mit ihrer Kunst will Deborah de Robertis allgemein die Machtpositionen der Männer in der Kunst, die durch die sozialen Normen der Kunst und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung hervorgerufen werden, anprangern: Männer sind die Künstler und Frauen die Musen oder passiven Modelle. Künstlerische Darstellungen, die den Körper von Frauen sexualisieren, werden in der Regel von heterosexuellen Männern für ein heterosexuelles männliches Publikum entworfen. Kritiker und Kritikerinnen der Performance-Künstlerin sagen derweil, Deborah de Robertis wende sich an eine sehr kleine Gemeinschaft von Frauen, die nicht unbedingt repräsentativ für die politische Vielfalt der Geschlechterminderheiten sei: Die Problematik der Künstlerin interessiere insbesondere junge, weiße, heterosexuelle, tüchtige, gebildete Frauen, die zwar unter männlicher Dominanz leiden, aber nicht unbedingt die verletzlichsten in der patriarchalen Gesellschaft seien. Diese Beobachtung wurde auch bereits gegenüber der Protestbewegung der Femen und deren Oben-ohne-Aktionen gemacht, denen Deborah de Robertis sowohl sozial als auch künstlerisch und performativ nahe zu stehen scheint. …“ | https://www.wort.lu/kultur/deborah-de-robertis-wenn-eine-vulva-zur-straftat-wird/12593054.html

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TT/MM/JJJJ (2024): “ … Quasi ein Pussy Riot …“
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Uli Kukuruz (2024): “ … Genauso gut könnte man einen Handtaschlräuber mit dem Argument zu verteidigen versuchen, seine Aneignung fremder Wertsachen sei eine kapitalismuskritische Performance. …“
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Aus Kommentaren zu: https://www.derstandard.at/story/3000000219156/beruehmtes-vulva-gemaelde-mit-metoo-besprueht

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“ … Hall verweist auf die grundlegende Erkenntnis psychoanalytischer Arbeiten zurückgehend auf Jacques Lacan, welche sich auf den inneren Zusammenhang zwischen Identitätsbildung beziehungsweise – konstitution und der Konstruktion des Anderen bezieht und nach welcher „es keine Konstruktion des Selbst, der Identität gibt ohne eine Konstruktion des Anderen“. Hall folgert: „[O]bwohl die Konstruktion des Anderen ein Versuch ist, das, was wir nicht sind, an seinem Platz zu fixieren, in sicherer Entfernung zu halten, können wir selbst uns doch nur verstehen in Beziehung zu diesem Anderen. … “ | Aus einer Fußnote von: „«Am Fremden müssen wir lernen, das Eigene zu erkennen» – Kulturelle Differenz, Alterität und Identität in Repräsentationen Tibets und des tibetischen Buddhismus“ Eva Funk (470 Seiten, 17. Mai 2016) | https://biblio.unibe.ch/download/eldiss/16funk_e.pdf

[Zum Wahn der Liebe #107 … ]

L’été dernier („Der letzte Sommer“, internationaler Titel Last Summer) – ein französischer Spielfilm von Catherine Breillat aus dem Jahr 2023.
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Das Verlangen entsteht im Kopf – Catherine Breillat“ (12. Februar 2024): “ …

Michael Ranze: […] in Ihren Filmen [geht es] hauptsächlich um weibliche Begierde, um weibliche Sexualität, um weibliche Sehnsucht.

Breillat: Das stimmt. Es geht aber auch immer um die Grauzonen des Gefühls oder der Begierde. Es geht um die unklaren Zonen. …

Michael Ranze: … Haben Sie bewusst Tabus verletzen wollen? …

Breillat: … Im Film wird alles, was mit Sexualität zu tun hat, quasi an den Pornofilm relegiert. Dort soll sie aufgehoben sein. Im Spielfilm spielt die Sexualität des Menschen keine Rolle. Im Porno haben wir Sex ohne Seele, Haut ohne Seele, Geschlechtsteile ohne Seele. Im Spielfilm fehlt dieser Aspekt der menschlichen Identität, die zu uns gehört. Es ist eine Verpflichtung, diese beiden Bereiche wieder zu versöhnen und den Menschen in seiner Komplexität, in jeglichem Aspekt der Sexualität, zu erfassen und darzustellen. … Wir werden in der Gesellschaft eigentlich zweigeteilt. Es wird zwischen Kopf und Unterleib unterschieden. … Körper und Kopf sind aber unteilbar. … der Konflikt [ist]: Man will etwas nicht, aber die Gefühle kommen einem in die Quere. …

…“ | https://www.filmdienst.de/artikel/64580/interview-catherine-breillat-im-letzten-sommer

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Ekkehard Knörer (7.5.2024): “ … Catherine Breillat … ist keine Romantikerin. Sie sieht das Begehren, von Frauen, von Männern, als gewaltige, aber nicht als freundliche Macht. …“ | https://taz.de/Film-von-Catherine-Breillat/!6008282/ https://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Breillat
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Bert Rebhandl (13.01.2024): “ … Breillat öffnete das französische Kino für ein Begehren, von dem das Bürgertum nichts wissen wollte, auf das die Libertinage der Privilegierten eher herabschauen würde. Auch in ihrem neuen Film geht es nicht zuletzt um Klassenverhältnisse, die sich in ein Patchwork einschreiben. … Catherine Breillat hebt schließlich nicht so sehr den moralischen Skandal hervor, sondern interessiert sich vor allem für einen Aspekt, der auch in den vielen MeToo-Angelegenheiten entscheidend ist: Wie geht man vor, wenn Aussage gegen Aussage steht? Was ist Wahrheit, wer hat die Macht, seine Version durchzusetzen? … “ | https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/catherine-breillats-film-im-letzten-sommer-im-kino-19443034.html
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Jens Hinrichsen (12.01.2024): “ … Es sind Fragen wie Nadelstiche, die Anne (Léa Drucker) ihrer jungen Mandantin stellt. Mit wie vielen Jungs sie schon geschlafen habe, will die Anwältin von der Verängstigten wissen, die sie in einer Vergewaltigungsklage vertritt. Der Anwalt des Täters werde sie als „Schlampe“ hinstellen wollen, erklärt Anne. Sie verlangt jetzt schonungslose Offenheit. … Als Anwältin will sie peinlich genau informiert sein. [Zuletzt] erfährt sie am eigenen Leib, wie grausam-entblößend sich das anfühlt. … „Im letzten Sommer“ [ist] nicht zuletzt ein Film über die Scham, das abgründigste aller Gefühle. …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/catherine-breillats-film-im-letzten-sommer-die-scham-und-andere-dinge-des-lebens-11040556.html

[Imagining Outer Space #9… ]

“ … Am 14. November 2023 hatte die Voyager 1 („die Reisende“) aufgehört, lesbare Daten an die Erde zu senden – obwohl Fachleute erkennen konnten, dass die Sonde immer noch Befehle empfing. Im März wurde dann entdeckt, dass das Problem auf einen defekten Chip zurückging. Daraufhin entwickelten Fachleute eine passende Lösung für das 46 Jahre alte Computersystem. Als erstes Raumschiff war die 1977 gestartete Voyager 1 im Jahr 2012 in den interstellaren Raum vorgedrungen. Sie befindet sich derzeit mehr als 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Nachrichten von der Erde brauchen etwa 22,5 Stunden, um die Sonde zu erreichen. …“ | https://www.zeit.de/wissen/2024-04/voyager-1-raumsonde-reparatur-informationen-weltall
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azhiaziam (23.04.2024): “ … Es ist ein Speicherchip der Defekt ist (und zwar 3% des Chips). Von der Erde wurde nun ein Befehl gesendet diesen Code in andere Speicherbereiche (funktionale) zu verlagern. Nach 45h kam dann die Meldung dass das Programm wieder läuft und die Datensätze die zur Erde zurück kamen waren wieder lesbar. –> [By Ashley Strickland, CNN „Voyager 1 is sending data back to Earth for the first time in 5 months“ (Published 7:13 PM EDT, Mon April 22, 2024) | –> https://edition.cnn.com/2024/04/22/world/voyager-1-communication-issue-cause-fix-scn/index.html …“
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S-Talker: “ … Bisher gibt es keine Vorhersage, dass eine der beiden Sonden in ein anderes Stellares System eindringen wird. Über einen Zeitraum von vielen Millionen Jahren ist das aber nicht so genau zu plotten. …“ // [„… Wenn das kosmische Intermezzo der Menschheit nur noch eine Randnotiz in der galaktischen Enzyklopädie ist, werden wenigstens O-Töne und Photographien von Menschen und Tieren davon Zeugnis ablegen, das es uns irgendwann und irgendwo einmal gegeben hat. …“ | https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/nasa-plant-naechsten-20-jahre-von-voyager-1/ ]
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Tyler Durden (23.04.2024 10:54): “ … *seufz* Nasa (22 Lichtstunden vom vier Jahrzehnte alten Objekt entfernt) „Och, da ist nur ein Bauteil kaputt. Das bekommen wir wieder hin“
Kundendienst (steht neben der zwei Jahre alten Maschine) „Nein, da scheint ein Bauteil defekt zu sein. Das kann man nicht reparieren, da hilft nur ein Neukauf“ …“ | https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Das-groesste-Wunder-tritt-ein-Voyager-1-sendet-erstmals-wieder-korrekte-Daten/seufz/posting-43917786/show/


[Fellini #38… ]

Fellini, 1973 (Photo: Mimmo Cattarinich)
// “ … Manche Verehrer behaupten, Federico Fellinis Hauptwerk sei Fellini selbst. …“ | via

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“ … Der magische Realismus stellt die Verschmelzung von realer Wirklichkeit (greifbar, sichtbar, rational) und magischer Realität (Halluzinationen, Träume) dar. Er ist eine „dritte Realität“, eine Synthese aus den uns geläufigen Wirklichkeiten. … Magischer Realismus kann als eine Untergattung der Phantastik gelten. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Magischer_Realismus
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“ … “This was a world apart,” writes Kezich, “lush nature, colors and mystery, where antique dialects blended into often incomprehensible phonetic patterns where people practiced old-fashioned crafts, where vagabonds and gypsies wandered — a world that simmered in Federico’s citified imagination.” Fellini’s “magical realism” Italian-style … When Italian critics did eventually strike out into this foreign terrain, “many were surprised to find that the La Strada director had already cut the path through fables and magical realism,” writes Kezich. … One can only imagine how Fellini would recreate Meloni’s Italy, with Amarcord as the historical backdrop to his twenty-first-century fantasy. …“ | From: Anne Colamosca: „In Postwar Italy, Artists Revolutionized Culture“ (04.12.2024) | https://jacobin.com/2024/04/postwar-italy-culture-anti-fascism

// [„Das war eine Welt für sich“, schreibt Kezich, „üppige Natur, Farben und Geheimnisse, wo antike Dialekte zu oft unverständlichen phonetischen Mustern verschmolzen, wo Menschen altmodische Handwerke ausübten, wo Vagabunden und Zigeuner umherzogen – eine Welt, die in Federicos städtischer Fantasie brodelte.“ .“ Fellinis „magischer Realismus“ im italienischen Stil … Als italienische Kritiker schließlich dieses fremde Terrain betraten, „waren viele überrascht, als sie feststellten, dass der Regisseur von „La Strada“ bereits den Weg durch Fabeln und magischen Realismus geebnet hatte“, schreibt Kezich. … Man kann sich nur vorstellen, wie Fellini Melonis Italien nachbilden würde, mit „Amarcord“ (1973) als historischem Hintergrund für seine Fantasie aus dem 21. Jahrhundert. …“] //

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Nachtrag / Kontext #1:

Dominik Straub aus Rom (25.4.2024): “ … Am 25. April feiert Italien alljährlich die Befreiung des Landes vom Nazifaschismus durch die Partisanen und die Alliierten. Dass Postfaschistin Meloni damit ihre liebe Mühe hat, liegt in der Natur der Sache. Die italienische Regierungschefin wünscht sich zwar – wie auch die meisten ihrer Parteifreunde – die Diktatur nicht zurück. Aber die von ihr mitgegründete Partei Fratelli d’Italia hat ihre ideologischen Wurzeln nun einmal in dem von Duce-Anhängern nach dem Krieg gegründeten Movimento Sociale Italiano (MSI). Meloni hat ihre gesamte politische Karriere in diesem Dunstkreis verbracht. Und deshalb bringt sie das Wort „Antifaschismus“ einfach nicht über ihre Lippen. Das wurde ihr schon vor einem Jahr, bei ihrem ersten „Tag der Befreiung“ als Regierungschefin, von der Opposition angekreidet. Letztlich ist der 25. April in Italien 79 Jahre nach Kriegsende eine „festa divisiva“ geblieben – ein Feiertag, der das Land mehr teilt, statt es zu einen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Rechte die jüngere Geschichte des eigenen Landes nie wirklich aufgearbeitet hat und die Verbrechen des Mussolini-Regimes bis heute verharmlost oder den deutschen Verbündeten zuschreibt. Auch in der Pflichtschule wird der Faschismus nur am Rande behandelt. Melonis psychologisches Problem besteht darin, dass sie von – tatsächlichen oder auch nur selbsternannten – Antifaschisten immer als Faschistin beschimpft wurde und wird. Der Antifaschismus ist deshalb für sie ein rotes Tuch. Das macht sie zwar nicht zur Faschistin, aber zur „Anti-Antifaschistin“, wie der Corriere della Sera unlängst schrieb. …“ | https://www.derstandard.at/story/3000000217290/giorgia-melonis-aerger-mit-antifaschistischem-tag-der-befreiung-in-italien
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wolkenberg1010: “ … Das Wort, das sie nicht aussprechen will – Faschismus-Experte Antonio Scurati gegen Regierungschefin Giorgia Meloni: Die Rede zum Tag der Befreiung im Wortlaut, die der Schriftsteller nicht im italienischen Fernsehen halten durfte [„Der 1969 geborene Mailänder Schriftsteller Antonio Scurati, Autor eines viel beachteten Romanzyklus über Mussolini, sollte am Samstagabend bei Rai 3 eine Rede im Vorgriff auf den 25. April vortragen, den Tag der Befreiung. An diesem Datum gedenkt Italien der bewaffneten Aufstände, die den Vormarsch der Alliierten erleichterten und so letztlich zur Befreiung von den nationalsozialistischen Besatzern führten. Scuratis Auftritt wurde von den Verantwortlichen kurzfristig abgesagt, in Italien tobt seitdem eine Debatte über Zensur. Hier die Rede im Wortlaut.“]: –> https://archive.ph/3twqz#selection-679.0-679.188 (Antonio Scurati: „Das Wort, das sie nicht aussprechen will“, 22. April 2024) …“

// https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Scurati

[Das Reale, Symbolische und Imaginäre #90…]

Kurt Nilsson: HELGOLÄNDER FISCHER MIT PFEIFE UND BART
Herkunftsregion: Norddeutschland
Herstellungszeitraum: 1950-1985
Besonderheiten: Von der Rückseite her mit Styropor verstärkt
Stil: Realismus

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Marker Italiens: “ … die Semantik von ‚Klischee‘ ähnlich wie jene von ‚Stereotyp‘ [umfasst] das Moment des Visuellen: Zunächst handelt es sich um eine Bezeichnung für einen „vorgefertigte[n] Druckstock für Abbildungen“, die im landläufig verbreiteten, übertragenen und pejorativen [abwertenden] Sinn benutzt wird für „vorgeprägte Wendungen, abgegriffene, durch allzu häufigen Gebrauch verschlissene Bilder, Ausdrucksweisen, Rede- und Denkschemata, die ohne individuelle Überzeugung einfach unbedacht übernommen werden“. … Wir alle sind sofort „im Bilde“, wenn wir eine Gondel und eine Karnevalsmaske oder das Kolosseum und eine rote Vespa sehen. …“ | Marita Liebermann – Ikonen und Klischees (Veröffentlicht von De Gruyter 14. November 2023) | https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/qufiab-2023-0005/html
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„Josephine Baker – Klischee und Ikone“ (Sa 20.01.2024): “ … Jean-Ulrick Désert, Künstler: „Es ist Josephine Baker – und gleichzeitig es ist nicht Josefine Baker. Man könnte sagen, es ist eine Göttin – eben eine schwarze Madonna“ – Josefine Baker kämpft im französischen Widerstand. Dafür wird sie von Charles de Gaulle geehrt. Als Zeichen des Friedens adoptiert sie 12 Kinder. Sie wird zu einer Ikone der Menschlichkeit – darauf bezieht sich Jean Ulrick Désert. …“ | https://www.rbb-online.de/rbbkultur-magazin/archiv/20240120_1830/baker-josephine-ausstellung-berlin-kuenstlerin-taenzerin-ikone-neue-nationalgalerie.html

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“ … In den Cypress Studios, so heißt die Filmsociété, floppt der aktuelle, mit einer rothaarigen schwarzen Schauspielerin besetzte Meerjungfrauenfilm. Die Hauptdarstellerin Sal O’Myé vulgo Salome (Safira Robens) soll die Twitter-Massen mit einer Gegenkampagne beschwichtigen: schnell für Instagram posen mit einem rothaarigen, aber weißen Typen. Dieser heißt, frei nach Nestroy, Titus Fox (Moses Leo) und ist gar nicht weiß, sondern „whitefaced“ und der Neffe des Produzenten CC (anspielend auf das Theaterimperium des Nestroy-Zeitgenossen Carl Carl), gespielt von Ernest Allan Hausmann. … Titus wiederum will einen Film über Rassismus drehen, aber nur mit Weißen (deshalb Whitefacing), was der exaltierten Managerin Ignatia von Cypressenburg (Zeynep Buyraç) nicht gewinnbringend erscheint. Im Hintergrund agiert das Cypressenburger Filmorchester in Gestalt einer Pianistin (Ming), die sich immer wieder aus dem Kostümfundus für „Asian Characters“ bedient. Die Inszenierung stellt diverse rassistische Muster aus und übersteigert sie ins Absurde. …“ | Aus: „Uraufführung: Kulturelle Aneignung in Nestroys Filmstudios“ In „Cypressenburg“ im Burgtheater-Kasino macht Isabelle Redfern aus der Posse „Talisman“ eine didaktische Diskriminierungsgroteske | Margarete Affenzeller (14. April 2024) | https://www.derstandard.at/story/3000000215787/kulturelle-aneignung-in-nestroys-filmstudios
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“ … 1979 trug Bo Derek im Film 10 Zöpfe (Cornrows) mit eingeflochtenen Muscheln. Die Frisur wurde als modern wahrgenommen und dadurch populär. Noch Jahre später bezeichnete Kim Kardashian ihre geflochtenen Haare als Bo-Derek-Braids, da sie durch die blonde weiße Schauspielerin berühmt gemacht worden seien. Tatsächlich wurden sie so schon seit Jahrhunderten vom Volk der Fulbe in der Sahelzone Afrikas getragen. … [Elemente der ägyptischen Kultur wurden von der hellenistischen Kultur angeeignet. Griechen ahmten im Athen der Perikleszeit den persischen Lebensstil nach.] … Die Literaturwissenschaftlerin Anja Hertz erkennt in der kulturellen Aneignung die Gefahr, Kultur zu sehr als etwas Einheitliches und klar Begrenztes zu sehen. Kultur sollte aber eher als etwas Dynamisches wahrgenommen werden. Die Vorstellung, Kultur als klar trennbar oder statisch zu sehen, würde der Argumentation rechter Bewegungen gleichen. Dort dürften verschiedene Kulturen koexistieren, sich aber nicht durchmischen. … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturelle_Aneignung
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„… Und wer will bestreiten, dass Menschen Kulturwesen seien, die in ihre Kultur ,verstrickt‘ sind, welche sie prägt und sie in vielfältiger Weise „unterschiedlich“ macht? Daran ist nichts auszusetzen, die Frage ist nur: Welche Geschichte, und welche Kultur? Historisches Denken und historische Forschung sind in dem Masse Produkte der Aufklärung, wie sie versuchen, Legenden von angeblichen „Ursprüngen“ und behauptete „Traditionen“ durch historisches Wissen zu ersetzen. Auf dieses kann man sich zweifellos beziehen – aber es bietet nicht mehr die tröstliche Gewissheit von Ursprungsmythen. Dasselbe gilt für die Kultur: Dass diese immer „ethnisch“ sei, kann mit guten Gründen bestritten werden. Denn Kultur entsteht, wie Generationen von Geisteswissenschaftlern gezeigt haben, durch Kontakt, Austausch und Überlagerung mit anderen „Kulturen“ (die ihrerseits nichts Stabiles sind) und verändert sich dabei ständig. …“ | Aus: „Der alte Hass auf die Aufklä­rung. Die Neue Rechte von Arnold Gehlen bis Botho Strauß“ Philipp Sarasin (2019) | Quelle: https://geschichtedergegenwart.ch/der-alte-hass-auf-die-aufklaerung-die-neue-rechte-von-arnold-gehlen-bis-botho-strauss/
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“ … „Narzissmus der kleinen Differenzen“ nannte Sigmund Freud in seiner Abhandlung Das Unbehagen in der Kultur (1930) „eine bequeme und relativ harmlose Befriedigung der Aggressionsneigung“. In allen menschlichen Gemeinschaften sei feindliche Missgunst unter ansonsten gleichgestellten Menschen nicht aufzuheben. Es erleichtere aber den gemeinschaftlichen Zusammenhalt, wenn die Aggression, statt nach innen, auf benachbarte, nahestehende Gemeinschaften gerichtet werde. In harmloser Form äußert sich der Narzissmus der kleinen Differenzen in Rivalitäten zwischen benachbarten Völkern (Portugiesen gegen Spanier), Regionen (Bayern gegen Preußen) oder Städten (Köln gegen Düsseldorf). …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus_der_kleinen_Differenzen
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Wolfgang Schmidbauer (25. März 2024): “ … In der Studentenrevolte um 1968 haben die kommunistischen Gruppen – Maoisten, Leninisten, Stalinisten, Trotzkisten – einander weit mehr gehasst, als sie die Unpolitischen oder die Reaktionären gehasst haben. Das hängt mit Erwartungshaltungen zusammen. Menschen, die uns ähnlich sind, enttäuschen Erwartungen viel radikaler als Personen, die uns fernstehen und von denen wir „nichts Besonderes erwarten“. … „Es ist immer möglich, eine größere Menge von Menschen in Liebe aneinander zu binden, wenn nur andere für die Äußerung der Aggression übrigbleiben“, schreibt Sigmund Freud in seinem Essay „Das Unbehagen in der Kultur“. …“ | https://www.zeit.de/zeit-wissen/2024/02/narzissmus-unterschiede-sigmund-freud-aehnlichkeit-rivalitaet

[Die Ätherwellengeige #3 (Theremin)… ]

Scriabin: Etude op.2 n°1
Recorded in Montréal, June 2019.
Theremin: Grégoire Blanc
Cello: Élie Boissinot
Piano: Wei-Tang Huang
–> https://youtu.be/uuBwiiMKLb0 | https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Nikolajewitsch_Skrjabin

This étude was written in 1887, when Scriabin was just 16 years old. It was the first of the Three Pieces, Op. 2, and was one of Scriabin’s earliest successes. | https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%89tude_in_C-sharp_minor,Op._2,_No._1(Scriabin)

@raissacamelo7498 vor 3 Jahren
Without Mustachio: noob
With Mustachio: pr0
Congrats. Beautiful music.

@linnazhu3083 vor 3 Jahren
If you listen closely, you’ll hear a lovely voice singing the melodies, narrating a tale…

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