lemon / 22 Mai 2019 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

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[Wiglaf Droste (1961 – 2019)… ]

Wiglaf Droste: „Wie ich einmal Buddhist war

“ … Sind Sie ein heimlicher Moralist? – Gar nicht heimlich. Ich habe nichts gegen Moral. Aber ich habe alles gegen Moral von der Stange. Diese Gratismoral, die sich Leutte umhängen und dann so tun, als hätten sie gerade mit Buddha gefrühstückt, entzieht allen Debatten den Rest von Verstand, der vielleicht noch in ihnen steckt. …“ | Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/ich-habe-nichts-gegen-moral/111544.html (19.12.1999)

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Nachtrag: Carsten Otte (16. Mai 2019): “ … Er wurde 57 Jahre alt. Unmöglich aber scheint es, einen halbwegs angemessenen Nachruf auf Wiglaf Droste zu schreiben, der den Tod und die Leute verspottete, die große Reden auf den Nachruhm halten.  …“ | https://www.zeit.de/kultur/literatur/2019-05/wiglaf-droste-schriftsteller-nachruf

Nachtrag #2: Heide Oestreich – Inlandsredakteurin (22. 5. 2019): Die Rolle der Frau: Wiglaf Droste und der Feminismus … Ja, Drostes Feministinnenhass war pubertär. Aber nicht einmal das konnte seinen Liebeserklärungen etwas anhaben. … Humor und Geschlecht, wo soll man da anfangen. …
http://www.taz.de/Wiglaf-Droste-und-der-Feminismus/!5594520/

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„Promis sind Erbrochenes auf der Windschutzscheibe des Lebens.“
Wiglaf Droste – Kolumne in der taz, 20. Februar 2004
// https://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste

lemon / 21 Mai 2019 / Found.Stuff, Gedanken.Memo / 0 Comments

lemon / 16 Mai 2019 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 13 Mai 2019 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #27… ]

“ … Frenzy (zu deutsch Wahnsinn, Raserei; vergleiche frenetisch) ist ein britischer Thriller von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1971 … „Hitchcock ist hier wieder auf der Höhe seiner Meisterschaft. Erneut behandelt er sein Lieblingsthema: Ein Mensch verliert seine ‚Identität‘ und wird für jemand gehalten, der er nicht ist.“ – Reclams Filmführer … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Frenzy (13. April 2019)

“ … Je phan­tas­ti­scher das Ereignis, desto plau­si­bler erscheint die Möglich­keit, es abzu­streiten. … Hein­rich von Kleist hat dieses Phänomen „unwahr­schein­liche Wahr­haf­tig­keit“ genannt, also ein Phänomen, dass zwar in der Wirk­lich­keit passiert, aber gleich­zeitig so unwahr­schein­lich klingt, dass man glauben muss, es sei erfunden. … Wenn man Geheim­dienst­akten liest, dann kann man die Erzeu­gung dieser Unge­wiss­heit als eine der Zerset­ungs­stra­te­gien des Selbst vorfinden, mit denen die Geheim­po­lizei in Osteu­ropa insbe­son­dere Dissi­denten und oppo­si­tio­nelle Künstler verfolgt hat. Im Archiv der BStU (Behörde zur Aufar­bei­tung der Stasi­un­ter­lagen) gibt es unter anderem Akten über den Fall der Kinder­ärztin Karin Ritter. Neben der perma­nenten Streuung von Gerüchten wurde mehr­fach in Ritters Wohnung einge­bro­chen, Bilder wurden umplat­ziert, Blumen­töpfe verschoben, Tee in den Dosen wurde vertauscht. Es handelt sich dabei um eine Verkeh­rung im Bereich von Fiktio­na­lität und Realität. … Nach dem lang­jäh­rigen Studium der Doku­mente von Geheim­diensten muss ich [ ] fest­stellen, dass man die Fikti­ons­leis­tung nicht­li­te­ra­ri­scher Akteure nicht unter­schätzen sollte. Wenn man aus Geheim­dienst­akten etwas heraus­lesen kann, dann ist das sicher­lich nicht die Realität der Ereig­nisse, das wäre eine völlige Fehl­ein­schät­zung des Mate­rials, sondern – ganz im Gegen­teil – ihre Fikti­ons­leis­tung. … Eine Gegen­über­stel­lung von Fiktion in der Lite­ratur auf der einen Seite und der „Wahr­heit der Doku­mente“ auf der anderen hält gerade der Realität von Geheim­dienst­akten nicht stand. Denn selbst wenn der „fiktive Histo­riker“ nach der Wahr­heit in den Akten suchen würde, fände er dort genau jene Fiktionen vor, die ihm verdeut­li­chen, dass sich das vorge­fun­dene Mate­rial von einem guten oder schlechten Roman oft kaum unter­scheidet. Die Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­lerin Chris­tina Vatu­lescu hat bereits vorge­schlagen, eine Geheim­po­li­zei­akte als „collec­tive literary work“ zu lesen, als eine Art perversen Roman, der auf der Phan­tasie von Beamten und Auto­kraten basiert. …“ | Aus: „Mord mit Regen­schirm. Über die Phan­tastik der Realität“ Sylvia Sasse (12. Mai 2019) [Rubrik Geschichten der Gegenwart, Sylvia Sasse lehrt Slavis­­ti­sche Litera­tur­­wis­sen­­schaft an der Univer­sität Zürich und ist Mitbe­gründerin und Mitglied des Zentrums Künste und Kultur­theorie (ZKK)] | Quelle: https://geschichtedergegenwart.ch/mord-mit-regenschirm-ueber-die-phantastik-der-realitaet/

lemon / 13 Mai 2019 / Fraktal.Text, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 12 Mai 2019 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Zur Verortung der Seele (Ambivalenz) #2 … ]

“ … Eugen Bleuler verwendete den Begriff erstmals 1910 während eines Vortrags. Für ihn war die Ambivalenz ein Hauptsymptom der Schizophrenie. Gleichwohl stellt Ambivalenz im Regelfall kein Symptom einer Erkrankung dar, sondern ist die im Reifeprozess erworbene Fähigkeit, auf Abwehr durch Spaltung verzichten und gegensätzliche Erlebenszustände gleichzeitig ertragen zu können. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Ambivalenz

Stiller 09.05.2019: @ BeautifulDay: “ … «Ambivalenz ist kein Königsweg, um gut durchs Leben zu kommen. Er ist ein Eingeständis der eigenen Schwäche einerseits und ein Akzeptieren der jeweils herrschenden Verhältnisse andererseits.» — Kommst Du denn so ganz ohne Dich gelegentlich verbiegen zu müssen, «gut durchs Leben»? – Pff, wer kommt schon gut durchs Leben! Ich behaupte mal, nahezu alle Menschen sind in Ihrer Lebensweise/ Ihrem Sein, mehr oder weniger ambivalent. Ambivalenz ist quasi eine menschliche Eigenschaft, «den Verhältnissen« geschuldet. — https://lyricstranslate.com/de/bertolt-brecht-erstes-dreigroschenfinale-lyrics.html [ “ …
Ein guter Mensch sein? Ja, wer wär’s nicht gern?
Doch leider sind auf diesem Sterne eben
die Mittel kärglich und die Menschen roh.
Wer möchte nicht in Fried’n und Eintracht leben?
Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so!

…“]
— Einen Unterschied macht es aber, ob man seine Ambivalenz anerkennt oder sich und sein Verhalten mit allerlei Entschuldigungen und Schuldzuweisungen reinzuwaschen versucht. …“

BeautifulDay @ Stiller: “ … „Pff, wer kommt schon gut durchs Leben!“ Wenige, wenn überhaupt.
Das eigene Leben lehrt einem Ambivalenz, ob man will oder nicht – wenn man sie annimmt. Man darf sie nicht mit Opportunismus, ihrem korrupten Bruder verwechseln. …“

Aus Kommentaren zu: https://www.freitag.de/autoren/maxi-leinkauf/sechs-lolas-fuer-die-ambivalenz-13-jahre-nach-das-leben-der-anderen-ist-es-moeglich

lemon / 11 Mai 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Kiel #63… ]

Augustenstrasse / Elisabethstrasse (Kiel Gaarden, 04/2019)
Kamera: Exa 1A (Dresden, ca.1964)
Film: Agfa APX (s/w / 400ASA)

lemon / 8 Mai 2019 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

[Objekte #17 (Erich von Stroheim Becher)… ]

“ … Erich von Stroheim (geboren als Erich Oswald Stroheim; * 22. September 1885 in Wien, Österreich-Ungarn; † 12. Mai 1957 in Maurepas bei Paris, Frankreich) war ein US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Schriftsteller österreichischer Herkunft. … Die Werke des Wiener Schriftstellers Arthur Schnitzler übten einen bedeutenden Einfluss auf Stroheims Schaffen als Regisseur und Drehbuchautor aus. Die Figur des leichtlebigen Offiziers oder Studenten in Schnitzlers Romanen, der sich in das „einfache Wiener Madl“ verliebt, fand auch in Stroheims Filmen immer wieder als Motiv Verwendung … … „Der ehemals österreichische Offizier Erich Oswald von Stroheim ist 1909 nach einem peinlichen Zwischenfall aus der Armee ausgewiesen worden, nach Amerika gegangen und hat während des Krieges drüben in vielen antideutschen und antiösterreichischen Hetzfilmen die preußischen Offiziere in der widerlichsten Weise als Barbaren, Kindesmörder und Schufte dargestellt. Dieser österreichische Adelsangehörige trägt durch die Verkörperung seiner Offizierspartien die Hauptschuld an der deutschfeindlichen Verhetzung des Kinopublikums in Amerika und in der gesamten Außenwelt. Dieser Vaterlandsverräter, der, um Geld zu verdienen, sich skrupellos völlig in den Dienst seines Feindes stellte, hat sich teilweise durch diese Rollen von einem armen Fliegenpapierverkäufer zu einem der größten Filmregisseure Amerikas heraufgeschlichen.“ (Egon Jacobsohn in „Film-Hölle“ Nr. 8, August 1921) …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_von_Stroheim (30. April 2019)

“ … Die große Illusion ist ein französischer Spielfilm von Jean Renoir aus dem Jahr 1937 … (Jean Gabin: Lt. Maréchal, Pierre Fresnay: Capt. de Boeldieu, Erich von Stroheim: Major von Rauffenstein) … Weder die deutsche noch die französische Zensur konnte mit Renoirs Film etwas anfangen: In Frankreich wurde er wegen Deutschfreundlichkeit durch die Zensur stark gekürzt; in Deutschland wegen des dargestellten Pazifismus verboten. In Frankreich erfolgte das Verbot durch die deutsche Besatzungsautoritäten am 1. Oktober 1940. … Die schauspielerischen Leistungen, die pazifistische Botschaft und die spannende Handlung ließen diesen Film zu einem der herausragenden Werke der Filmgeschichte werden. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Die_gro%C3%9Fe_Illusion

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lemon / 7 Mai 2019 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

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